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ZVS-Wanderungen 2018

Die vom Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ zwischen März und November organisierten Wanderungen verbinden Wanderspaß durch unsere abwechslungsreiche Eifellandschaft mit regionaler Geschichte, die an markanten Punkten der jeweiligen Strecke vom Wanderführer kurz erläutert wird.

Die zwischen 10 und 13 km langen Rundkurse führen zumeist über ruhige Wege, durch stille Bachtäler, Wald- und Wiesenpartien, mit bisweilen herrlichen Panoramaaussichten.

Die Teilnahme ist kostenlos und geschieht auf eigenes Risiko. Die ca. dreistündigen Wanderungen beginnen stets um 14 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Da der Schwerpunkt auf dem Wandern liegt, werden angepasstes Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung vorausgesetzt.

Kopien der Wanderkarten können gegen einen Unkostenbeitrag von 2 Euro/Karte erworben werden.

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Geschrieben am 19.08.2017

ZVS-Wanderungen 2017

Die vom Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ zwischen März und November organisierten Wanderungen verbinden Wanderspaß durch unsere abwechslungsreiche Eifellandschaft mit regionaler Geschichte, die an markanten Punkten der jeweiligen Strecke vom Wanderführer kurz erläutert wird.

Die zwischen 10 und 13 km langen Rundkurse führen zumeist über ruhige Wege, durch stille Bachtäler, Wald- und Wiesenpartien, mit bisweilen herrlichen Panoramaaussichten.

Die Teilnahme ist kostenlos und geschieht auf eigenes Risiko. Die ca. dreistündigen Wanderungen beginnen stets um 14 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Da der Schwerpunkt auf dem Wandern liegt, werden angepasstes Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung vorausgesetzt.

Kopien der Wanderkarten können gegen einen Unkostenbeitrag von 2 Euro/Karte erworben werden.

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Geschrieben am 01.05.2017

„St.Vither Zeitung“ im Internet verfügbar

Ein Jahrhundert Zeitungen in Sankt Vith

Ab 1866 gab es in St.Vith eine deutschsprachige Wochenzeitung, das „Wochenblatt für den Kreis Malmedy“, die im Nachhinein als „Kreisblatt für den Kreis Malmedy“ (ab 1866), „Malmedy-St.Vither Volkszeitung“ (ab 1905), „St.Vither Volkszeitung“ (ab 1934-1944) und, nach zehnjähriger Unterbrechung, als „St.Vither Zeitung“ (1955-1964) erschien. Die beim Staatsarchiv in Eupen aufbewahrten Ausgaben von Februar 1866 bis Dezember 1964 wurden im Jahr 2013 mit der Unterstützung der deutschsprachigen Gemeinschaft digitalisiert.

http://www.arch.be/zeitung

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Geschrieben am 26.03.2014

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Rheinlandtaler 2017 geht an Klaus-Dieter Klauser

2017-05-17 Klaus-Dieter Klauser erhielt Rheinlandtaler - Foto: Guido Leufgen

Am 17. Mai 2017 wurde der langjährige Vorsitzende und Ehrenpräsident des Königlichen Geschichts- und Museumsverein zwischen Venn und Schneifel St. Vith (ZVS), Klaus-Dieter Klauser, vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Brauweiler mit dem Rheinlandtaler geehrt. Mit dem Rheinlandtaler ehrt der LVR seit 1976 Menschen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands und darüber hinaus verdient gemacht haben. In seiner Laudatio hob der Vorsitzende der Landesversammlung Rheinland, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, vor allem das langjährige ehrenamtliche Engagement des Preisträgers im Bereich der Regionalgeschichte hervor. Beeindruckend sei auch das Spektrum des Betätigungsfeldes von Klaus-Dieter Klauser, das sich von historischer Forschung und Publizistik in Form der Monatsblätter des Vereins und anderen regionalhistorischen Publikationen weit über die Landesgrenzen hinaus bis hin zur kreativen Neugestaltung des St. Vither Geschichtsmuseums mit pädagogisch-didaktischer Umsetzung erstreckt. In seiner bescheidenen Art hob Klauser in seinen Dankesworten aber auch die konstruktive und schöpferische Tätigkeit der vielen ZVS-Ehrenamtlichen hervor, ohne die eine solche Arbeit nicht zu leisten wäre. Die Auszeichnung würdige nicht nur ihn in Persona, sondern gelte auch der gesamten Vereinsarbeit der letzten Jahre in besonderer Weise. Dafür bedankte sich Klaus-Dieter Klauser am Ende seiner kleinen Rede noch einmal ausdrücklich beim LVR.
Im Namen des Verwaltungsrates von ZVS gratulieren wir dem frisch gebackenen Preisträger des Rheinladtalers 2017 auf das Herzlichste!

Dr. Jens Giesdorf, Präsident                        Walter Reuter, Schriftführer

 

Bildernachlese der Feier

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Geschrieben am 23.05.2017

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Eine kleine Eisenbahnstrecke Linie 47A – Le Rail en Ardenne-Eifel (dt.-frz.)

Fredy Thonus, Klaus-Dieter Klauser, Charles Legros:
Le Rail en Ardenne-Eifel – La ligne Vielsalm – Born, 47A
Geschichte der Eisenbahnlinie 47A Vielsalm – Born und Ausbau der Linie 42 Rivage – Gouvy

Das Nachschlagewerk zum Bau und zur Nutzung dieser unter preußischer Verwaltung im A45_Eisenbahn_Vielsalm-Born_redErsten Weltkrieg angelegten Kriegsbahn ist das Ergebnis dreißigjähriger Recherchearbeit. Eingehend beschrieben werden Bau, Nutzung und Niedergang der Strecke sowie die Ausbaumaßnahmen der Linie Rivage-Gouvy, mit reichhaltigem, bislang zumeist unveröffentlichtem Bildmaterial.
Das Buch ist am 30. Juli als Gemeinschaftsproduktion des Vielsalmer Geschichtsvereins “Val du Glain, Terre de Salm” mit unserem Geschichtsverein als zweisprachige Ausgabe (deutsch-französich) erschienen.

Zur Bestellung überweisen Sie bitte die Summe von 24 Euro (ggf. zzgl. 7 Euro Versandkosten, mit Angabe Ihrer Adresse) auf das Konto BE89 1030 2648 2785 (NICABEBB) des Geschichtsvereins “Zwischen Venn und Schneifel”, Schwarzer Weg 6, 4780 St.Vith.

Bei Überweisungen aus dem Ausland bitten wir um Übermittlung der Lieferadresse über unser Kontaktformular. Diese wir meist nicht mit Ihrer Zahlung übertragen!

Bestellung auch gerne direkt über unser Shop . Sie erhalten dann das Buch mit beiliegender Rechnung.

Herausgeber: Vereinigung Val du Glain, Terre de Salm (Vielsalm) und Geschichtsverein Zwischen Venn und Schneifel (St.Vith), 2016,
DIN A4-Format, zweisprachig französisch/deutsch, 199 Seiten, 24€.
23 Karten und Zeichnungen, 7 Fahrplanauszüge, zahlreiche zeitgenössische, nicht nachgearbeitete Fotographien.

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Geschrieben am 30.08.2016

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ZVS hat einen neuen Ehrenpräsidenten

Der Verwaltungsrat des Königlichen Geschichts- und Museumsvereins „Zwischen Venn und Schneifel“ St. Vith hat am 16. Juni 2016 dem langjährigen ZVS-Präsidenten Klaus-Dieter Klauser in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste für den Verein die Ehrenpräsidentschaft angetragen. Jeder, der die Geschicke unseres Vereins in den letzten Jahrzehnten verfolgt hat weiß, dass Klaus-Dieter ZVS besonders geprägt hat und auch weiterhin prägen wird. Die Spanne seiner Aktivitäten für den Verein ist unglaublich groß, vom Ansprechpartner rund um Museum und Bibliothek, Organisator von Sonderausstellungen und Fachtagungen, eifrigen Begleiter bei heimatgeschichtlichen Wanderungen, bis hin zum akribischen Heimatforscher mit seinen vielen Artikeln und Beiträgen in unserer Monatszeitschrift erstreckt sich die Bandbreite seiner Tätigkeiten. Das stets offene Ohr für die Belange von ZVS, die pragmatischen Lösungen auch bei schwierigen Problemen, das Zuhören können und die Geduld sowie die richtige Prise Humor bei der Arbeit zeichnen unseren neuen Ehrenpräsidenten besonders aus. Das genannte Aufgabenspektrum und die Eigenschaften qualifizieren Klaus-Dieter Klauser in besonderem Maße zur Ausübung dieses Amtes, dass seit dem Tod von Hubert Jenniges im Jahre 2012 vakant war.
Im Namen des gesamten Vereins gratulieren wir Klaus-Dieter ganz herzlich zu diesem Ehrenamt und wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft.
Für den Vorstand

Dr. Jens Giesdorf , Vorsitzender                                                     Walter Reuter, Schriftführer

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Geschrieben am 17.06.2016

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Werner Mießen, Träger des Heckingschildes 2016

2016 04 16 ZVS-Heckingschild Werner-Mießen Foto: Guido-Leufgen 147

Heckingschildträger Werner Mießen (r)

Der Eupener Philologe, Bibliograph, Publizist und Dozent Werner Mießen ist der neue Träger des Dr.-Anton-Hecking-Schildes, das der Kgl. Geschichts- und Museumsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ alle zwei Jahre vergibt. Die einzige historische Auszeichnung mit überregionalem Profil in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens erinnert an Dr. Anton Hecking, den ersten großen Historiker der Westeifel, vor allem des St.Vither Landes. Dr. Hecking, Arzt und Stadtverordneter von St.Vith (1807 – 1892), verfasste grundlegende Werke über die Stadt und ehemalige Herrschaft St.Vith (1875), über seinen Vaterort Schönberg (1884) und über die Mundart der Eifel (1890).

Mit dem Dr. Anton-Hecking-Schild zeichnet ZVS Persönlichkeiten aus, die sich im Rhein-Mosel-Maas-Raum im allgemeinen und im Lande zwischen Venn und Schneifel im besonderen hohe Verdienste in der geschichtlichen Forschung, im Studium des Brauchtums dieser Region und in der Förderung der bodenständigen Kultur erworben haben.

Werner Mießen (Jg. 1945) hat sowohl in historisch-bibliografischer, publizistischer und pädagogischer Hinsicht in unserem Landstrich bemerkenswerte Spuren hinterlassen, die ihn für die Auszeichnung prädestinieren. Als Mitinitiator und Mitherausgeber (mit Freddy Cremer) der Dokumentensammlungen „Die verdrängten Jahre 1914-1945“ und  „Spuren – Materialien zur Geschichte der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens“, als Autor der mittlerweile 4-bändigen Bibliographie der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat er wichtige Grundlagen für die geschichtliche Forschung bereitgestellt, die den Historikern ihre Arbeit sehr erleichtern. Als Verfasser mancher Beiträge zur ostbelgischen Geschichte zeichnet er sich durch einen spritzigen, sachlichen und aufschlussreichen Schreibstil aus. Zudem zeigt sich hier sein hinterfragender Umgang mit Geschichte und den dazugehörenden Geschichtsbildern.

Das Hecking-Schild wurde Werner Mießen am 16. April 2016 in einer Feierstunde im St.Vither Rathaus überreicht.

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Geschrieben am 12.02.2016

Ausstellung: Patrioten, Soldaten, Krüppel und Tote. Im Umfeld des „Großen Krieges“ 1914-18 in der Eifel

Mit dieser Ausstellung, die erstmals ab dem 7. März bis zum 16. August 2015 im ZVS-Museum zu sehen war, standen wir in der langen Reihe derjenigen, die schon 2014 an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnerten. Den Blick, den wir dabei auf das Geschehen warfen, war ein regionaler, aber auch zugleich ein Blick über den Rand unseres Gebietes – ein Blick in Stimmungen und Einstellungen, die nicht nur typisch für unser kleines Gebiet waren. Der Titel der Ausstellung „Patrioten, Soldaten, Krüppel und Tote“ soll die Dynamik veranschaulichen, die die Stimmungen und Ereignisse dieser Jahre widerspiegeln. Eine nationalistisch-patriotische Grundstimmung, Feindbilder, Autoritätsgläubigkeit und Unterwürfigkeit sowie ein ausgeprägter Militarismus bildeten den Nährboden für eine Kriegsbereitschaft; militärische Aufrüstung, politische Kraftmeierei und Überheblichkeit sorgten für den Unterbau. Seit der deutschen Reichsgründung war das Militär nicht nur Teil der Staatsstruktur, sondern Kern der Gesellschaft. Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo hätte ohne diese explosive gesellschaftliche und politische Verfassung wohl niemals zu dem geführt, was später als „Großer Krieg“ – „la Grande Guerre“ – bezeichnet wurde. Die Folgen sind hinlänglich bekannt: in jahrelangen mörderischen Stellungskriegen in Frankreich und in Russland verloren 17 Mio Menschen ihr Leben (10 Mio Soldaten und 7 Mio Zivilisten); die Zahl der Verwundeten lag doppelt so hoch.

Für unser Gebiet hatte der Erste Weltkrieg bzw. der Versailler Vertrag einen Staatenwechsel zur Folge: Die ehemaligen preußischen Kreise Eupen und Malmedy wurden Belgien angegliedert. Und damit begann eine neue Zeit politischer und gesellschaftlicher Umbrüche.

Anhand vieler Bilder, Texte und Karten, aber auch einiger Objekte und Dokumente konnte der Besucher in diese Zeit eintauchen und vielleicht nachvollziehen, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte, deren Entstehungszutaten auch heute noch nicht aus der Welt verschwunden sind.

Die Themen der Ausstellung:
1a. Im Vorfeld des Krieges: Alltag zu Beginn des 20. Jahrhunderts
1b: Im Vorfeld des Krieges: Gesellschaftliche Strömungen
1c: Im Vorfeld des Krieges: Nationalismus, Patriotismus, Militarismus
2:   Ein Blick zum Nachbarn Belgien
3:   Bündnisse und Kriegsängste
4:   Die Juli-Krise und der Kriegsausbruch
5a: Der Aufmarsch: Der „Schlieffen-Plan“ und seine Verwirklichung
5b: Der Aufmarsch: Die Rolle der Eisenbahn
5c: Der Aufmarsch: Massaker in Belgien
6a: Der Kriegsverlauf bis Weihnachten 1914: Die „Heimatfront“
6b: Der Kriegsverlauf bis Weihnachten 1914: Die Westfront
6c: Der Kriegsverlauf bis Weihnachten 1914: Die Ostfront
7a: Der Bau von Kriegsbahnen: Vielsalm-Born
7b: Der Bau von Kriegsbahnen: Gouvy-St.Vith
8:    Menschenschlachten
9:    Materialaufwand
10: Die Kriegsjahre 1915-1918 im Überbkick
11: Kriegsfolgen für Eupen-Malmedy
12: Der Krieg in der Erinnerung
Sonderthemen: Feldpostbriefe – Propaganda – Objekte der Erinnerung

Die Texte zu diesen Themen finden Sie hier.

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Geschrieben am 12.03.2015

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Die Eisenbahn in Born

Das heutige Wahrzeichen des Borfes Born in der Gemeinde Amel ist der weithin sichtbare Eisenbahnviadukt, der das Emmelsbachtal mit 11 Bögen überspannt. Im Zuge der Eisenbahnverbindung von Born nach Vielsalm, einer aus militär-strategischen Gründen erbauten Bahnlinie zur Versorgung der Front in Frankreich, wurde diese Brücke 1916 in nur 8monatiger Bauzeit errichtet. Sie überquert mit ihrem 2. Bogen die Vennbahn, die bereits 1887 gebaut wurde. Die Brücke gilt als besondere Konstruktion ihrer Zeit, denn sie überspannt das Tal in einer Linksbiegung, eine für diese Zeit ungewöhnliche Kontruktionsweise. Auch in Vielsalm wurde ein solcher Viadukt erbaut (Hermanmont). Die Borner Brücke ist 285 m lang und 18 m hoch; 19.000 m³ Beton wurden verbaut. Sie trägt den Namen des letzten preußischen Landrates von Korff. Dieser Name befand sich übrigens an der Stirnseite der Brücke und wurde nach Übernahme der Bahnlinie durch die Belgier nach 1920 abgemeisselt. Ein anderer Spruch auf der Brücke, der ebenfalls entfernt wurde, erinnerte an die Zeit des Brückenbaus: „Krieg schallt es laut, als diese Bahn erbaut. Mit starker Hand und Manneskraft und trotz dem Feind war’s bald geschafft.“. Im 2. Weltkrieg war die Brücke, wie andere auch, mit Sprengkammern versehen. Doch beim Einmarsch der Deutschen am 10. Mai 1940 sind diese aus unbekannten Gründen nicht gezündet worden.

Im 1. Weltkrieg wurden ausgehend von der in nord-südlicher Richtung verlaufenden Vennbahn Stichbahnen in Ost-West-Richtung erbaut, die den deutschen Nachschub an der französischen Front sichern sollten: Wiesenbach (ab 1917 Anzweigung über Crombach nach Gouvy), Born (ab 1917 Abzweigung nach Recht und Vielsalm), Weismes (ab 1914 Abzweigung nach Malmedy und Stavelot), Weywertz (ab 1912 Abzweigung nach Bütgenbach, Büllingen und Jünkerath).

Die Ortschaft Born war jedoch schon gut 30 Jahre vor dem 1. Weltkrieg mit der Eisenbahn in Berührung gekommen. Im Juli 1884 waren die Vermessungsarbeiten zum Bau der Vennbahn auf Borner Gebiet abgeschlossen, im Oktober waren sie kartiert. Die einzelnen Bürgermeistereien mussten zu den Kosten des Bahnbaus entsprechend der Summe der im Steuerjahr 1882-83 gezahlten Steuern beitragen. Für die Gemeinde Recht kam dabei ein Unkostenbeitrag von 2.258 Mark heraus.

Aber nur Born wurde von der Bahn direkt berührt. Neben den vielen Vorteilen, die man sich vom Bau der neuen Strecke versprach, traten für das Dorf auch nicht zu unterschätzende Nachteile ein: umfangreiche Enteignungen wurden vorgenommen, Wiesen und Weiden wurden vom Schienenstrang durchtrennt, einige Wege und Bachlauf der Emmels wurden umgelegt und das Dorf in zwei Hälften geschnitten.

v.l.n.r.: Josef Margraff (Recht), Mathias Feyen (Medell), Cornelius Kohnen (Born), Peter Niessen (Emmels)

Die Teilstrecke Weismes-St.Vith hatte nur einen einzigen Banhof vorgesehen, und zwar den in Montenau. Zwei Wochen vor der Eröffnung der Strecke richtete die Gemeinde Recht einen Antrag an Landrat von Frühbuss zur Errichtung einer Haltestelle in Born. Man wies darauf hin, dass Recht und Born mit zusammen 1200 Einwohnern auf den Bahnhof St.Vith oder Montenau angewiesen seien, dass aber nach Montenau kein fahrbarer Weg bestehe, so dass praktisch nur der 8 – 10 km entfernte Bahnhof St.Vith bleibe. Die Eisenbahn legte erst 1892 etwa 1 km vom Ortszentrum eine Kreuzungsstelle an (heutiges Bahnhofsgelände unweit des Grillplatzes) und man war nicht abgeneigt, dort auch eine Haltestelle einzurichten, doch die Gemeinde bestand auf einer Haltestelle im Ort selbst; Holz- und Schieferlieferungen aus Recht, eine Papierstoff-Fabrik, Geschäfte, Bürgermeister- und Zollamt, die Pfarr- und Rektoratsstelle, drei Schulen und 1300 Einwohner wurden als Argumente vorgebracht. Doch die Eisenbahnverwaltung setzte sich schließlich durch, denn die hohen Kosten, die für einen Halt im Dorf gefordert wurden, konnte die Gemeinde nicht zahlen. Im Mai 1900 gab sie ihr Einverständnis zur Errichtung eines Bahnhofes an der heutigen Stelle, weit außerhalb des Ortes. Es dauerte dann aber noch einmal 3 Jahre bis die neue Haltestelle in Betrieb genommen wurde.

(Quelle: Bertha, A.: Geschichtliche Notizen zu Dorf und Pfarre Born. Eigenverlag, 1983)

Mehr zur Eisenbahngeschichte

 

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Geschrieben am 02.08.2014

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Kreativwettbewerb „Hygiene zu Opas Zeiten“

Im Rahmen des 50. Vereinsjubiläums von „ZVS“ haben wir zu Beginn des Schuljahres 2014-15 zu einem Wettbewerb aufgerufen, bei dem es galt, im Klassenverband eine Bastelarbeit, ein Bild, eine Skulptur, eine Collage, …  zum Thema „Hygiene zu Opas Zeiten“ zu erarbeiten. Dabei sollten der Phantasie keine Grenzen gesetzt sein was die Form der eingereichten Kreativarbeit angeht. In den verschiedenen Alterskategorien gab es je nach Bewertung Geldpreise zu gewinnen.

Folgende Schulklassen gingen mit ihren Arbeiten als Gewinner hervor:

  • Kindergarten:
    – Grundschule Eupen-Oberstadt (1. Preis: 200 Euro))
  • 1.-3. Schuljahr:
    – 3. Schuljahr der Pater-Damian-Grundschule Eupen (1. Preis: 200 Euro)
  • 4.-6. Schuljahr:
    – Grundschule Mürringen (1. Preis: 200 Euro)
    – 5. Schuljahr der Freien Katholische Primarschule der Maria-Goretti-Schule, St.Vith (2. Preis: 100 Euro).

Hier eine Bildauswahl der Kunstwerke:

  • Kindergarten der Grundschule Eupen-Oberstadt:

     

  • 3. Schuljahr der Pater-Damian-Grundschule:

       

  • Grundschule Mürringen:

     

  • 5. Schuljahr der Freien Katholischen Primarschule, St.Vith:

Die Arbeiten dieser Schulklassen sind im Laufe des Monats Mai im ZVS-Heimatmuseum zu bewundern. Ein Besuch lohnt sich, denn die Kindergarten- und Schulkinder haben mit ihren Lehrpersonen sehenswerte Kunstwerke geschaffen, die sowohl durch ihre informativen Inhalte als auch durch ihre kreative Darstellung bestechen.  (Öffnungszeiten: werktags: 13-17 Uhr, samstags: 14-16 Uhr, sonntags: 14-17 Uhr).

 

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Geschrieben am 07.04.2014

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