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ZVS-Wanderungen 2018

Die vom Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ zwischen März und November organisierten Wanderungen verbinden Wanderspaß durch unsere abwechslungsreiche Eifellandschaft mit regionaler Geschichte, die an markanten Punkten der jeweiligen Strecke vom Wanderführer kurz erläutert wird.

Die zwischen 10 und 13 km langen Rundkurse führen zumeist über ruhige Wege, durch stille Bachtäler, Wald- und Wiesenpartien, mit bisweilen herrlichen Panoramaaussichten.

Die Teilnahme ist kostenlos und geschieht auf eigenes Risiko. Die ca. dreistündigen Wanderungen beginnen stets um 14 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Da der Schwerpunkt auf dem Wandern liegt, werden angepasstes Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung vorausgesetzt.

Kopien der Wanderkarten können gegen einen Unkostenbeitrag von 2 Euro/Karte erworben werden.

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Geschrieben am 19.08.2017

„St.Vither Zeitung“ im Internet verfügbar

Ein Jahrhundert Zeitungen in Sankt Vith

Ab 1866 gab es in St.Vith eine deutschsprachige Wochenzeitung, das „Wochenblatt für den Kreis Malmedy“, die im Nachhinein als „Kreisblatt für den Kreis Malmedy“ (ab 1866), „Malmedy-St.Vither Volkszeitung“ (ab 1905), „St.Vither Volkszeitung“ (ab 1934-1944) und, nach zehnjähriger Unterbrechung, als „St.Vither Zeitung“ (1955-1964) erschien. Die beim Staatsarchiv in Eupen aufbewahrten Ausgaben von Februar 1866 bis Dezember 1964 wurden im Jahr 2013 mit der Unterstützung der deutschsprachigen Gemeinschaft digitalisiert.

http://www.arch.be/zeitung

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Geschrieben am 26.03.2014

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Heckingschild für „Barfußhistoriker“ – Laudatio von Herrn Engelbert Cremer

Laudatio für Klaus-Dieter Klauser anlässlich der Verleihung des Dr. Anton-Hecking-Schildes am 14. April 2018 im Rathaus zu St.Vith

 

Lieber Klaus-Dieter, Werte Gäste,

Ich stand am Fenster – im Alter hat man das so an sich, man steht gelegentlich am Fenster , betrachtet eingehend den Horizont und hofft, so wie der Matrose im Mastkorb , endlich ausrufen zu können: „Land in Sicht“.
Aber der Matrose im Krähennest blieb stumm.
Vor mir liegt ein weißes Blatt Papier . Die Leere starrt mich an. Es sagt kein Wort. Mein Blick schweift wieder nach draußen.
Nun sollte man nicht glauben mir wäre zum Preisträger des diesjährigen Anton-Hecking-Schildes nichts eingefallen. Im Gegenteil, die Fülle dessen, was er geleistet, initiiert, angestoßen, entwickelt und geschrieben hat , ist so überwältigend , dass ich nicht wusste, wo anfangen und was in dieser Fülle besonders erwähnt werden sollte. Aber das war es nicht allein. Vor allen Dingen wusste ich nicht wie anfangen. Ich ahnte, dass unser Preisträger es gar nicht mag im Mittelpunkt zu stehen. Seine Bescheidenheit steht im Widerspruch zum Applaus der ihm heute gebührt. Wie umgehen mit dieser ehrlichen, nicht aufgesetzten Bescheidenheit, die Platz lässt für andere? Mein Blick schweift wieder in die Ferne.
Man könnte einen Blumenstrauß überreichen und Danke sagen für den unermüdlichen Einsatz. Man könnte diesen Blumenstrauß mit Schneeglöckchen, Veilchen, Krokusse garnieren, die leise, wie unser Preisträger, im Stillen, oft Verborgenen, aufblühen und nicht müde werden durch ihre Schönheit jedes Jahr das Herz aufs Neue zu erfreuen. Doch Zweifel erfüllten meine Gedanken. Dies wäre zwar stimmig, passend zu unserem Preisträger, aber für den heutigen Anlass schien mir dies doch etwas knapp bemessen zu sein.
Und so sitz ich wieder vor meinem leeren Blatt Papier.
Beim Grübeln fiel mir ein , dass der heutige Vorsitzende des Geschichtsvereins, Jens Giesdorf, mir erzählt hat, dass Hubert Jenniges, der mit Klaus-Dieter befreundet war, sich selbst und Klaus-Dieter als „Barfußhistoriker“ bezeichnete.
Gemeint war damit, dass sie keine wissenschaftlich ausgebildeten Historiker waren, sondern sich selbst aneigneten ,was die, ich nenn es mal, „ Leidenschaft für Geschichte „von ihnen forderte.
Dieser Begriff passt nahezu ideal zur Person Klaus-Dieters. Er drückt nicht nur seine Bescheidenheit aus , sondern umschreibt auch sein Wirken.

Denn, wer barfuß durchs Leben geht , lernt wachsam sein, lernt schauen wo er seinen Fuß hinsetzt und wo er hintritt. So wird er auf Dinge aufmerksam, die möglicherweise sonst nicht gesehen oder wahrgenommen werden.

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Geschrieben am 26.04.2018

Klaus-Dieter Klauser erhält Hecking-Schild 2018

Feierliche Verleihung am 14. April in Rathaus St. Vith

Am 14. April ist es soweit, dann erhält der langjährige Vorsitzende und Ehrenpräsident Klaus-Dieter Klauser das renommierte Dr. Anton-Hecking-Schild des Königlichen Geschichts- und Museumsvereins „Zwischen Venn und Schneifel“ St. Vith. Klauser verkörpert seit über zwei Jahrzehnten wie kein anderer mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ZVS. Dabei geht sein Engagement für regionalhistorische Aspekte weit über das normale Maß einer Vereinsarbeit hinaus.

Ein erster Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit der lokalen Historie ist zweifelsohne die Eisenbahngeschichte. Hier ist Klaus-Dieter Klauser sehr häufig als Fachmann gefragt und kann als Co-Autor des Werkes „Hommage à la Vennbahn“ (bereits in zweiter Auflage erschienen) auf einen publizistischen Bekanntheitsgrad weit über die Grenzen des Landes zwischen Venn und Schneifel blicken.
Die Monatsblätter von ZVS, die mittlerweile im 54. Jahrgang erscheinen, sind der zweite Themenschwerpunkt des Preisträgers von 2018. Seine Artikel bestechen durch die große inhaltliche Bandbreite, die sich vom Ersten Weltkrieg bis zum Bau der Autobahn in den 70er Jahren erstreckt.Das vom Autor selbst erstellte anschauliche Kartenmaterial und die sprachliche Umsetzung, finden bei einer breiten ZVS-Leserschaft großen Anklang.
Ein weiteres Arbeitsfeld von Klauser ist seine Tätigkeit rund um das ZVS-Geschichtsmuseum. Bei der Erarbeitung und Umsetzung des neuen Museumskonzeptes ist er federführend beteiligt und sorgt im Museumsausschuss mit seiner Fachkenntnis, seinem Arbeitseifer und seiner humorvollen Art für die besondere Arbeitsatmosphäre.
Vielen Wanderfreunden ist Klaus-Dieter Klauser eine Institution, der es bei den vielen regelmäßigen Wanderungen des Vereins jedes Mal wieder aufs Neue gelingt, mit seinen kenntnisreichen Erläuterungen die Teilnehmer für die regionalhistorischen Besonderheiten ihrer Heimat zu begeistern.
Auch als Vortragsredner ist der Hecking-Schild-Preisträger von 2018 sehr gefragt und ein gern gesehener Gast im französischsprachigen Landesteil, in Luxemburg, im Prümer Land und darüber hinaus.

Mit der Verleihung des Dr. Anton-Hecking-Schildes ehrt der Königliche Geschichts- und Museumsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ St. Vith die vielfältigen regionalhistorischen Arbeiten von Klaus Dieter Klauser und sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für den Geschichtsverein.

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Geschrieben am 31.01.2018

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Rheinlandtaler 2017 geht an Klaus-Dieter Klauser

2017-05-17 Klaus-Dieter Klauser erhielt Rheinlandtaler - Foto: Guido Leufgen

Am 17. Mai 2017 wurde der langjährige Vorsitzende und Ehrenpräsident des Königlichen Geschichts- und Museumsverein zwischen Venn und Schneifel St. Vith (ZVS), Klaus-Dieter Klauser, vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Brauweiler mit dem Rheinlandtaler geehrt. Mit dem Rheinlandtaler ehrt der LVR seit 1976 Menschen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands und darüber hinaus verdient gemacht haben. In seiner Laudatio hob der Vorsitzende der Landesversammlung Rheinland, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, vor allem das langjährige ehrenamtliche Engagement des Preisträgers im Bereich der Regionalgeschichte hervor. Beeindruckend sei auch das Spektrum des Betätigungsfeldes von Klaus-Dieter Klauser, das sich von historischer Forschung und Publizistik in Form der Monatsblätter des Vereins und anderen regionalhistorischen Publikationen weit über die Landesgrenzen hinaus bis hin zur kreativen Neugestaltung des St. Vither Geschichtsmuseums mit pädagogisch-didaktischer Umsetzung erstreckt. In seiner bescheidenen Art hob Klauser in seinen Dankesworten aber auch die konstruktive und schöpferische Tätigkeit der vielen ZVS-Ehrenamtlichen hervor, ohne die eine solche Arbeit nicht zu leisten wäre. Die Auszeichnung würdige nicht nur ihn in Persona, sondern gelte auch der gesamten Vereinsarbeit der letzten Jahre in besonderer Weise. Dafür bedankte sich Klaus-Dieter Klauser am Ende seiner kleinen Rede noch einmal ausdrücklich beim LVR.
Im Namen des Verwaltungsrates von ZVS gratulieren wir dem frisch gebackenen Preisträger des Rheinladtalers 2017 auf das Herzlichste!

Dr. Jens Giesdorf, Präsident                        Walter Reuter, Schriftführer

 

Bildernachlese der Feier

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Geschrieben am 23.05.2017

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ZVS hat einen neuen Ehrenpräsidenten

Der Verwaltungsrat des Königlichen Geschichts- und Museumsvereins „Zwischen Venn und Schneifel“ St. Vith hat am 16. Juni 2016 dem langjährigen ZVS-Präsidenten Klaus-Dieter Klauser in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste für den Verein die Ehrenpräsidentschaft angetragen. Jeder, der die Geschicke unseres Vereins in den letzten Jahrzehnten verfolgt hat weiß, dass Klaus-Dieter ZVS besonders geprägt hat und auch weiterhin prägen wird. Die Spanne seiner Aktivitäten für den Verein ist unglaublich groß, vom Ansprechpartner rund um Museum und Bibliothek, Organisator von Sonderausstellungen und Fachtagungen, eifrigen Begleiter bei heimatgeschichtlichen Wanderungen, bis hin zum akribischen Heimatforscher mit seinen vielen Artikeln und Beiträgen in unserer Monatszeitschrift erstreckt sich die Bandbreite seiner Tätigkeiten. Das stets offene Ohr für die Belange von ZVS, die pragmatischen Lösungen auch bei schwierigen Problemen, das Zuhören können und die Geduld sowie die richtige Prise Humor bei der Arbeit zeichnen unseren neuen Ehrenpräsidenten besonders aus. Das genannte Aufgabenspektrum und die Eigenschaften qualifizieren Klaus-Dieter Klauser in besonderem Maße zur Ausübung dieses Amtes, dass seit dem Tod von Hubert Jenniges im Jahre 2012 vakant war.
Im Namen des gesamten Vereins gratulieren wir Klaus-Dieter ganz herzlich zu diesem Ehrenamt und wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft.
Für den Vorstand

Dr. Jens Giesdorf , Vorsitzender                                                     Walter Reuter, Schriftführer

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Geschrieben am 17.06.2016

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Totenzettelarchiv – Helfen Sie mit.

Zur Weiterführung unserer Sammlung bitten wir Sie uns überzählige Totenzettel zu überlassen, damit sie interessierten Familienforschern zur Verfügung stehen können. Gute Kopien oder Scans sind auch willkommen. Wenn Sie die Totenzettel nicht gerne länger aus der Hand geben, bitten wir Sie, uns diese nur für wenige Tage auszuleihen.

Für Genealogieinteressierte sind die Totenzettel ein wahrer Schatz. Unsere ganze Sammlung kann auf der Internetseite der Westdeutschen Gesellschaft für Familienforschung, Bezirksgruppe Aachen eingesehen werden unter folgenden Link: https://www.wgff-tz.de/suchen.php

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

Kontaktdaten

Kgl. Geschichts- und Museumsverein „ZVS“
Schwarzer Weg 6
B – 4780 ST.VITH
info@zvs.be

Telefon: 0032 / (0)80 / 229209
Öffnungszeiten: werktags von 13-17 Uhr, freitags bis 16 Uhr, samstags 14-16 Uhr,
sonntags 14-17 Uhr.

 

 

 

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Geschrieben am 14.03.2018

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Die Eisenbahn in Born

Das heutige Wahrzeichen des Borfes Born in der Gemeinde Amel ist der weithin sichtbare Eisenbahnviadukt, der das Emmelsbachtal mit 11 Bögen überspannt. Im Zuge der Eisenbahnverbindung von Born nach Vielsalm, einer aus militär-strategischen Gründen erbauten Bahnlinie zur Versorgung der Front in Frankreich, wurde diese Brücke 1916 in nur 8monatiger Bauzeit errichtet. Sie überquert mit ihrem 2. Bogen die Vennbahn, die bereits 1887 gebaut wurde. Die Brücke gilt als besondere Konstruktion ihrer Zeit, denn sie überspannt das Tal in einer Linksbiegung, eine für diese Zeit ungewöhnliche Kontruktionsweise. Auch in Vielsalm wurde ein solcher Viadukt erbaut (Hermanmont). Die Borner Brücke ist 285 m lang und 18 m hoch; 19.000 m³ Beton wurden verbaut. Sie trägt den Namen des letzten preußischen Landrates von Korff. Dieser Name befand sich übrigens an der Stirnseite der Brücke und wurde nach Übernahme der Bahnlinie durch die Belgier nach 1920 abgemeisselt. Ein anderer Spruch auf der Brücke, der ebenfalls entfernt wurde, erinnerte an die Zeit des Brückenbaus: „Krieg schallt es laut, als diese Bahn erbaut. Mit starker Hand und Manneskraft und trotz dem Feind war’s bald geschafft.“. Im 2. Weltkrieg war die Brücke, wie andere auch, mit Sprengkammern versehen. Doch beim Einmarsch der Deutschen am 10. Mai 1940 sind diese aus unbekannten Gründen nicht gezündet worden.

Im 1. Weltkrieg wurden ausgehend von der in nord-südlicher Richtung verlaufenden Vennbahn Stichbahnen in Ost-West-Richtung erbaut, die den deutschen Nachschub an der französischen Front sichern sollten: Wiesenbach (ab 1917 Anzweigung über Crombach nach Gouvy), Born (ab 1917 Abzweigung nach Recht und Vielsalm), Weismes (ab 1914 Abzweigung nach Malmedy und Stavelot), Weywertz (ab 1912 Abzweigung nach Bütgenbach, Büllingen und Jünkerath).

Die Ortschaft Born war jedoch schon gut 30 Jahre vor dem 1. Weltkrieg mit der Eisenbahn in Berührung gekommen. Im Juli 1884 waren die Vermessungsarbeiten zum Bau der Vennbahn auf Borner Gebiet abgeschlossen, im Oktober waren sie kartiert. Die einzelnen Bürgermeistereien mussten zu den Kosten des Bahnbaus entsprechend der Summe der im Steuerjahr 1882-83 gezahlten Steuern beitragen. Für die Gemeinde Recht kam dabei ein Unkostenbeitrag von 2.258 Mark heraus.

Aber nur Born wurde von der Bahn direkt berührt. Neben den vielen Vorteilen, die man sich vom Bau der neuen Strecke versprach, traten für das Dorf auch nicht zu unterschätzende Nachteile ein: umfangreiche Enteignungen wurden vorgenommen, Wiesen und Weiden wurden vom Schienenstrang durchtrennt, einige Wege und Bachlauf der Emmels wurden umgelegt und das Dorf in zwei Hälften geschnitten.

v.l.n.r.: Josef Margraff (Recht), Mathias Feyen (Medell), Cornelius Kohnen (Born), Peter Niessen (Emmels)

Die Teilstrecke Weismes-St.Vith hatte nur einen einzigen Banhof vorgesehen, und zwar den in Montenau. Zwei Wochen vor der Eröffnung der Strecke richtete die Gemeinde Recht einen Antrag an Landrat von Frühbuss zur Errichtung einer Haltestelle in Born. Man wies darauf hin, dass Recht und Born mit zusammen 1200 Einwohnern auf den Bahnhof St.Vith oder Montenau angewiesen seien, dass aber nach Montenau kein fahrbarer Weg bestehe, so dass praktisch nur der 8 – 10 km entfernte Bahnhof St.Vith bleibe. Die Eisenbahn legte erst 1892 etwa 1 km vom Ortszentrum eine Kreuzungsstelle an (heutiges Bahnhofsgelände unweit des Grillplatzes) und man war nicht abgeneigt, dort auch eine Haltestelle einzurichten, doch die Gemeinde bestand auf einer Haltestelle im Ort selbst; Holz- und Schieferlieferungen aus Recht, eine Papierstoff-Fabrik, Geschäfte, Bürgermeister- und Zollamt, die Pfarr- und Rektoratsstelle, drei Schulen und 1300 Einwohner wurden als Argumente vorgebracht. Doch die Eisenbahnverwaltung setzte sich schließlich durch, denn die hohen Kosten, die für einen Halt im Dorf gefordert wurden, konnte die Gemeinde nicht zahlen. Im Mai 1900 gab sie ihr Einverständnis zur Errichtung eines Bahnhofes an der heutigen Stelle, weit außerhalb des Ortes. Es dauerte dann aber noch einmal 3 Jahre bis die neue Haltestelle in Betrieb genommen wurde.

(Quelle: Bertha, A.: Geschichtliche Notizen zu Dorf und Pfarre Born. Eigenverlag, 1983)

Mehr zur Eisenbahngeschichte

 

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Geschrieben am 02.08.2014

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Buch: Hommage à la Vennbahn

Das Buch des Geschichts- und Museumsvereines ZVS

Hommage à la Vennbahn

M. Heinzel, K.D. Klauser, R. Marganne

2. Auflage ist erhältlich – Jetzt bestellen.

Erhältlich ab 19. Oktober 2013


Buchvorstellung Hommage à la Vennbahn am 14.12.2012 – Bildernachlese

Rezensionen / Bibliographie :

Bahn-Report 2/2013 – S. 73

BAHNMedien

Michael Heinzel/Klaus-Dieter Klauser/Roland Marganne: Hommage à la Vennbahn; 24,5x18cm, Festeinband, 256 S., ca. 480 Abb., Texte zweisprachig deutsch/ französisch, Hrsg./Bezugsadresse: Geschichts- und Museumsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ St.Vith, Schwarzer Weg 6, BE-4780 St. Vith (Belgien), info@zvs.be, EUR 28,50 (+ EUR 6,50 Versand)
(mb) Dieses durchweg zweisprachige Buch behandelt das Bahnsystem der Vennbahn (Aachen/Stolberg  –  Ulflingen (Troisvierges)/Gouvy) im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Es ist gewiss nicht die erste Abhandlung zu diesem Thema, aber hier wird dieses System umfassend und ausführlich betrachtet. Deutlich wird, dass zwar einige Teile der Vennbahn auch ohne unmittelbaren militärischen Einfluss entstanden, das Militär beim Bau und Betrieb aber eine maßgebende Bedeutung hatte. So wird kurz auf die geschichtlichen Entwicklungen seit dem 17. Jahrhundert eingegangen, um dann die militärische Bedeutung vor und während der Kriege, besonders vom Herbst 1944 bis März 1945 herauszustellen. Hingewiesen wird auf den seinerzeitigen Kriegsberichterstatter der USA, Ernest Hemingway. Ebenso wird Alfred Andersch erwähnt, dessen Roman ,,Winterspelt“ gegen Kriegsende im Grenzland nahe Hemmeres angesiedelt ist.
Anhand zahlreicher Karten und Kursbuchtabellen wird die Entwicklung und Bedeutung auch der ergänzenden – Bahnen (Raeren – Welkenraedt, Weywertz – Jünkerath, Weismes -Trois-Pont, Born – Vielsalm, Lommersweiler – Gerolstein) erläutert. Die meisten Betriebsstellen werden extra erwähnt und mit Bildern vergegenwärtigt. Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Informationen aus Zeiten, die 60, 100 und mehr Jahre zurückliegen, sind gemeistert worden. In diesem Sinne wird ausführlich auf die eingesetzten Fahrzeuge eingegangen, auch wieder umfangreich bebildert. An dieser Stelle ist auch der einzige Schwachpunkt des Buches: Ein halber Stern muss abgezogen werden, da die Bilder mitunter recht klein wiedergegeben sind. Dieser abgezogenen halbe Stern wird durch das ungeheuer zahlreiche Material mit den vielen Bildern aber komplett ausgeglichen. ***

„***“ für eine uneingeschränkte Empfehlung

 

Hautes Fagnes (Fascicule 289 – 1/2013 ) – Revue trimestrielle de la Société Royale «LES AMIS DE LA FAGNE» A.S.B.L.

Hommage à la Vennbahn, par Michael HEINZEL, Klaus-Dieter KLAUSER et Roland MARGANNE, Saint-Vith, « Zwischen Venn und Schneifel », 2012, 256 p., 28,50 EUR.
La Vennbahn, ce chemin de fer aménagé à travers les Hautes Fagnes à partir de 1885, est sans conteste un élément important dans l’histoire de notre région, non seulement par les péripéties de la frontière belgo-allemande qui lui sont associées, mais surtout par le développement économique et social qu’elle a apporté dans l’Eifel que le progrès avait quelque peu délaissé jusque-là.
Hommage à la Vennbahn, tel est le titre du livre publié en novembre 2012 par l’association d’histoire de Saint-Vith « Zwischen Venn und Schneifel ». Comme pour bien marquer que les frontières s’estompent dans les mentalités, ce sont un Allemand, un Belge germanophone et un Belge francophone qui, à trois mains,  ont tenu la plume pour rédiger cet ouvrage entièrement bilingue (allemand, français).
En 256 pages et 500 illustrations en quadrichromie, c’est l’histoire de tout un réseau ferroviaire, de ses infrastructures et de son matériel roulant qui est retracée. Les auteurs détaillent aussi bien la ligne principale Raeren, Saint-Vith, que les lignes aménagées pour la Première Guerre mondiale, les prolongements méridionaux de la Vennbahn et la ligne transversale Jünkerath-Trois-Ponts.

Bernard RAUW

 

Köln-Bonner Verkehrsmagazin 1/2013 – S. 79 – Kontakt: HPArenz |@| t-online.de

Michael Heinzel, Klaus-Dieter Klauser und Roland Marganne; Hommage ~ la Vennbahn; Prüm/St. Vith, 2012; 256 Seiten, über 500 Abbildungen teilweise in Farbe; keine ISBN-Nummer; Bezug über www.zvs.be; Preis: 28,50 Euro

Keinen großformatigen Bildband, sondern ein gutes klassisches Buch hält man mit der Verbeugung vor der Vennbahn in Händen. Und das im besten Sinne des Wortes, denn das deutsch-belgische Autorenteam hat viele neue Quellen erschlossen und über 500 Abbildungen zusammengetragen, um damit die Vennbahn und ihre Geschichte ganzheitlich zu würdigen. Die Strecke von Aachen nach St.Vith mit zahlreichen Zweiglinien und Querverbindungen im deutsch-belgischen Grenzraum steht stellvertretend für die Entwicklung des Schienennetzes im Herzen Westeuropas. Neben wirtschaftlichen waren es zu unseligen Zeiten vor allem militärstrategische Gründe, die die Gleise in der dünn besiedelten Region Hohes Venn/ Schnee-Eifel entstehen ließen. Ein sorgfältig formulierter, fesselnder Text – etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Sache angemessen, in deutscher und französischer Sprache – führt den Leser durch das Geschehen. Gute Karten helfen bei der Orientierung, ergänzt um Fahrplanauszüge, Datentabellen und ausgezeichnete Zeittafeln für den Überblick. Flankierend dokumentiert eine unglaubliche Bilderfülle die wechselvolle Geschichte der Eisenbahn an und hinter der deutschen Westgrenze, die mehr als einmal (mit den Menschen in ihrem Umfeld) verschoben wurde. Die beeindruckenden Abbildungen von Zügen, Lokomotiven, Bahnhöfen und Kunst- bauten hätte man sich bisweilen größer gewünscht. Das ist aber schon das einzige Manko. Über 250 Buchseiten beschreiben die komplexe Thematik ausführlich bis in die Gegenwart, wobei gerade das Kapitel zum schrittweisen Rückzug von der Schiene und seiner Hintergründe spannend zu lesen ist. Aus Köln-Bonner Sicht sind die engen Verknüpfungen mit den Westeifelstrecken genauso von Bedeutung wie die Darstellung der mahnenden Ereignisse beider Weltkriege. Mancher reizvolle Seitenblick erweitert den Horizont zusätzlich. Ein eindrucksvolles Werk nicht nur für Eisenbahnhistoriker, denn auch (heimat-) geschichtlich Interessierte kommen auf ihre Kosten. Dazu glänzt das Buch durch gute Druckqualität und ein ansprechendes Layout – kurzum: ein Geheimtipp.

Volkhard Stern

 

Presse

Grenz-Echo vom 17.12.2012

Neues Buch des Geschichts- und Museumsvereines ZVS: Drei Autoren waren am Werk
Zug der Vennbahn fuhr noch rechtzeitig in St.Vith ein

Von Herbert Simon
St.Vith

„Hommage à la Vennbahn“:  Mit etwas Verspätung, aber noch rechtzeitig zu den weihnachtlichen Festtagen fuhr dieser historische Zug in St.Vith ein.

Die Autoren des zweisprachigen Buches „Hommage à la Vennbahn“: Michael Heinzel, Klaus-Dieter Klauser und Roland Marganne (v.l.n.r.). - Foto: Herbert Simon

So in etwa leitete sinngemäß der Vorsitzende des Geschichts- und Museumsvereins „Zwischen Venn und Schneifel“ (ZVS), Klaus-Dieter Klauser, am Freitagabend im Saal Wisonbrona in Wiesenbach (St.Vith) die Vorstellung eines neuen Buches ein. Die Präsentation erfolgte vor großem Publikum. Und sogleich wurde ersichtlich: Das neue ZVS-Werk, das die wechselvolle Geschichte der Vennbahn in Wort und Bild beschreibt, ist „ein Buch von Eisenbahnliebhabern für Eisenbahnliebhaber.“ Es sollte eigentlich nach einem Jahr intensiver Arbeit schon Ende November auf den Markt kommen, ist aber nunmehr mit zweiwöchiger Verspätung da.

Zweisprachig deutsch-französisch

Zur Vennbahn hat es schon mehrere Publikationen gegeben. Doch das jetzt vorliegende Buch kann schon einige Besonderheiten aufweisen. Da es sich an ein möglichst breites Zielpublikum im betreffenden Einzugsgebiet richtet, ist es zweisprachig deutsch-französisch gehalten. Eines haben die drei Autoren gemeinsam: Es ist ihre Begeisterung für das spannende Thema Vennbahn, das sie mit viel Herzblut behandelt haben. Die Rohfassung wurde gestaltet durch den Hobby-Historiker Dr. Michael Heinzel (62) aus Bonn, der in seinem Berufsleben als Professor für Hygiene an der Universität Münster tätig war. Für die Ergänzungen und die Übersetzung zeichneten Klaus-Dieter Klauser und der Lütticher Geschichtslehrer Roland Marganne, ein weiterer Kenner dieser Materie, verantwortlich.

Unterhaltsam und lustvoll

Naturgemäß zieht sich die Historie der Vennbahn wie ein roter Faden durch das 250 Seiten starke und reich mit vierfarbigen Abbildungen illustrierte Buch. Doch nehmen neben der Hauptststrecke (Aachen-Ulflingen) auch die Nebenstrecken (St.Vith-Prüm, Sourbrodt-Lager Elsenborn, Born-Vielsalm, St.Vith-Gouvy und Jünkerath-Weismes-Trois Ponts) sowie das rollende Material einen breiten Raum ein. Aber die Geschichte der Vennbahn geht auch unmittelbar einher mit der schmerzvollen Geschichte unserer belgisch-deutsch-luxemburgischen Grenzregion, die nicht zuletzt durch die beiden Weltkriege und die Nationalitätenwechsel der Bevölkerung geprägt wurde. Nach dem Willen der Herausgeber steht aber die „Hommage“ im Vordergund: Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Wissenschaftlichkeit, sondern möchten vor allem auf unterhaltsame und lustvolle Weise die Erinnerung an eine Einrichtung wachhalten, deren Spuren auch heute noch allenthalben zu erkennen sind.

ZVS muss nicht befürchten, auf dem Buch sitzen zu bleiben. Ausgehend von der Zahl der Vorbestellungen ließ der Geschichtsverein 750 Exemplare drucken. Wer weiß, vielleicht gibt es ja in Zukunft eine zweite Auflage. Denn noch längst ist das Thema nicht ausgereizt, wie auch die zahlreichen Reaktionen aus dem Publikum am Freitagabend, angereichert durch Anekdoten und persönliche Erfahrungen, zeigten. „Sicherlich werden die Leser dazu beitragen, die letzten Rätsel zu klären“, meinte Michael Heinzel, der bei den Recherchen feststellte, dass es immer wieder neue Erkenntnisse zu diesem Thema gibt. Derweil lobte auch St.Viths Bürgermeister Christian Krings in Wiesenbach die Initiative. Er dankte den Herausgebern für ihre wertvolle Arbeit. Man muss wissen, dass in St.Vith die Vennbahn zu ihrer Blütezeit an die 1000 Personen beschäftigte, wie auch Klaus-Dieter Klauser bestätigte: „Sie hat Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts erheblich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Eifel, des damaligen preußischen Sibiriens, beigetragen und in diesem landwirtschaftlich ausgerichteten Gebiet Handwerk und Handel gefördert. Von ihrem Wesen her ist die Vennbahn zweifelsohne eine „der interessantesten Eisenbahnstrecken Europas“, auch wenn ihr nur eine eher kurze Dauer vergönnt war. Sie erlangte vor allem durch den Montanverkehr zwischen dem Aachener Kohlerevier und der luxemburgisch-lothringischen Minette eine enorme Bedeutung. Aber auch der Personenverkehr trug zur Erschließung der Eifel bei. Und nicht zuletzt standen ebenfalls militärische Erwägungen von Anfang an im Hintergrund. Als die Vennbahn in der Folge der Weltkriege zunehmend nur mehr einen „lokalen“ Charakter hatte, war ihr Ende vorprogrammiert. Nach dem Aufstieg kam der Fall.
Leider sollte nach Einstellung des regulären Bahnverkehrs der Bahntouristik-Nachnutzung der erstrebte Erfolg nicht beschieden werden. Doch als europäische Rad- und Wanderstrecke wird uns die Vennbahn-Route erhalten bleiben.

„Hommage à la Vennbahn“, herausgegeben vom Geschichts- und Museumsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ in St.Vith, gestaltet von der Druckerei Andres in Prüm. Preis; 28,50 Euro.

Abgelegt in Publikationen

Geschrieben am 27.09.2013

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Eine kleine Eisenbahnstrecke Linie 47A – Le Rail en Ardenne-Eifel (dt.-frz.)

Fredy Thonus, Klaus-Dieter Klauser, Charles Legros:
Le Rail en Ardenne-Eifel – La ligne Vielsalm – Born, 47A
Geschichte der Eisenbahnlinie 47A Vielsalm – Born und Ausbau der Linie 42 Rivage – Gouvy

Das Nachschlagewerk zum Bau und zur Nutzung dieser unter preußischer Verwaltung im A45_Eisenbahn_Vielsalm-Born_redErsten Weltkrieg angelegten Kriegsbahn ist das Ergebnis dreißigjähriger Recherchearbeit. Eingehend beschrieben werden Bau, Nutzung und Niedergang der Strecke sowie die Ausbaumaßnahmen der Linie Rivage-Gouvy, mit reichhaltigem, bislang zumeist unveröffentlichtem Bildmaterial.
Das Buch ist am 30. Juli 2016 als Gemeinschaftsproduktion des Vielsalmer Geschichtsvereins “Val du Glain, Terre de Salm” mit unserem Geschichtsverein als zweisprachige Ausgabe (deutsch-französich) erschienen.

Das Buch ist leider vergriffen.

Herausgeber: Vereinigung Val du Glain, Terre de Salm (Vielsalm) und Geschichtsverein Zwischen Venn und Schneifel (St.Vith), 2016,
DIN A4-Format, zweisprachig französisch/deutsch, 199 Seiten
23 Karten und Zeichnungen, 7 Fahrplanauszüge, zahlreiche zeitgenössische, nicht nachgearbeitete Fotographien.

Abgelegt in Allgemein, Publikationen

Geschrieben am 30.08.2016

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