Thema: Ausstellungen

Ausstellung: Patrioten, Soldaten, Krüppel und Tote. Im Umfeld des „Großen Krieges“ 1914-18 in der Eifel

Mit dieser Ausstellung, die erstmals ab dem 7. März bis zum 16. August 2015 im ZVS-Museum zu sehen war, standen wir in der langen Reihe derjenigen, die schon 2014 an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnerten. Den Blick, den wir dabei auf das Geschehen warfen, war ein regionaler, aber auch zugleich ein Blick über den Rand unseres Gebietes – ein Blick in Stimmungen und Einstellungen, die nicht nur typisch für unser kleines Gebiet waren. Der Titel der Ausstellung „Patrioten, Soldaten, Krüppel und Tote“ soll die Dynamik veranschaulichen, die die Stimmungen und Ereignisse dieser Jahre widerspiegeln. Eine nationalistisch-patriotische Grundstimmung, Feindbilder, Autoritätsgläubigkeit und Unterwürfigkeit sowie ein ausgeprägter Militarismus bildeten den Nährboden für eine Kriegsbereitschaft; militärische Aufrüstung, politische Kraftmeierei und Überheblichkeit sorgten für den Unterbau. Seit der deutschen Reichsgründung war das Militär nicht nur Teil der Staatsstruktur, sondern Kern der Gesellschaft. Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo hätte ohne diese explosive gesellschaftliche und politische Verfassung wohl niemals zu dem geführt, was später als „Großer Krieg“ – „la Grande Guerre“ – bezeichnet wurde. Die Folgen sind hinlänglich bekannt: in jahrelangen mörderischen Stellungskriegen in Frankreich und in Russland verloren 17 Mio Menschen ihr Leben (10 Mio Soldaten und 7 Mio Zivilisten); die Zahl der Verwundeten lag doppelt so hoch.

Für unser Gebiet hatte der Erste Weltkrieg bzw. der Versailler Vertrag einen Staatenwechsel zur Folge: Die ehemaligen preußischen Kreise Eupen und Malmedy wurden Belgien angegliedert. Und damit begann eine neue Zeit politischer und gesellschaftlicher Umbrüche.

Anhand vieler Bilder, Texte und Karten, aber auch einiger Objekte und Dokumente konnte der Besucher in diese Zeit eintauchen und vielleicht nachvollziehen, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte, deren Entstehungszutaten auch heute noch nicht aus der Welt verschwunden sind.

Die Themen der Ausstellung:
1a. Im Vorfeld des Krieges: Alltag zu Beginn des 20. Jahrhunderts
1b: Im Vorfeld des Krieges: Gesellschaftliche Strömungen
1c: Im Vorfeld des Krieges: Nationalismus, Patriotismus, Militarismus
2:   Ein Blick zum Nachbarn Belgien
3:   Bündnisse und Kriegsängste
4:   Die Juli-Krise und der Kriegsausbruch
5a: Der Aufmarsch: Der „Schlieffen-Plan“ und seine Verwirklichung
5b: Der Aufmarsch: Die Rolle der Eisenbahn
5c: Der Aufmarsch: Massaker in Belgien
6a: Der Kriegsverlauf bis Weihnachten 1914: Die „Heimatfront“
6b: Der Kriegsverlauf bis Weihnachten 1914: Die Westfront
6c: Der Kriegsverlauf bis Weihnachten 1914: Die Ostfront
7a: Der Bau von Kriegsbahnen: Vielsalm-Born
7b: Der Bau von Kriegsbahnen: Gouvy-St.Vith
8:    Menschenschlachten
9:    Materialaufwand
10: Die Kriegsjahre 1915-1918 im Überbkick
11: Kriegsfolgen für Eupen-Malmedy
12: Der Krieg in der Erinnerung
Sonderthemen: Feldpostbriefe – Propaganda – Objekte der Erinnerung

Die Texte zu diesen Themen finden Sie hier.

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Geschrieben am 12.03.2015

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Kreativwettbewerb „Hygiene zu Opas Zeiten“

Im Rahmen des 50. Vereinsjubiläums von „ZVS“ haben wir zu Beginn des Schuljahres 2014-15 zu einem Wettbewerb aufgerufen, bei dem es galt, im Klassenverband eine Bastelarbeit, ein Bild, eine Skulptur, eine Collage, …  zum Thema „Hygiene zu Opas Zeiten“ zu erarbeiten. Dabei sollten der Phantasie keine Grenzen gesetzt sein was die Form der eingereichten Kreativarbeit angeht. In den verschiedenen Alterskategorien gab es je nach Bewertung Geldpreise zu gewinnen.

Folgende Schulklassen gingen mit ihren Arbeiten als Gewinner hervor:

  • Kindergarten:
    – Grundschule Eupen-Oberstadt (1. Preis: 200 Euro))
  • 1.-3. Schuljahr:
    – 3. Schuljahr der Pater-Damian-Grundschule Eupen (1. Preis: 200 Euro)
  • 4.-6. Schuljahr:
    – Grundschule Mürringen (1. Preis: 200 Euro)
    – 5. Schuljahr der Freien Katholische Primarschule der Maria-Goretti-Schule, St.Vith (2. Preis: 100 Euro).

Hier eine Bildauswahl der Kunstwerke:

  • Kindergarten der Grundschule Eupen-Oberstadt:

     

  • 3. Schuljahr der Pater-Damian-Grundschule:

       

  • Grundschule Mürringen:

     

  • 5. Schuljahr der Freien Katholischen Primarschule, St.Vith:

Die Arbeiten dieser Schulklassen sind im Laufe des Monats Mai im ZVS-Heimatmuseum zu bewundern. Ein Besuch lohnt sich, denn die Kindergarten- und Schulkinder haben mit ihren Lehrpersonen sehenswerte Kunstwerke geschaffen, die sowohl durch ihre informativen Inhalte als auch durch ihre kreative Darstellung bestechen.  (Öffnungszeiten: werktags: 13-17 Uhr, samstags: 14-16 Uhr, sonntags: 14-17 Uhr).

 

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Geschrieben am 07.04.2014

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Ausstellung im ZVS-Museum: Mieke Jenniges zeigt Quilts und Patchwork

Seit Ende Oktober und noch bis zum 4. Januar 2015 zeigt der Geschichts- und Museumsverein „ZVS” im Museum am Schwarzen Weg 6, in St.Vith eine Patchwork- und Quiltausstellung mit Arbeiten von Mieke Jenniges.
Bei den jetzt etwa 50- bis 60-jährigen Hörern ist die BRF-Kinderfunktante noch bestens in Erinnerung. Nach ihren Rundfunkjahren konnte Mieke Jenniges sich wieder ihrem Hobby widmen: alles, was mit Textilien zu tun hat, schöne Handarbeiten, Dekoratives fürs Haus, auch Kleidung. 1989 entdeckte sie dann zufällig das Patchwork. Unter dem Sammelbegriff „Patchwork“, zu deutsch „Flickarbeit“, verbergen sich zahlreiche Techniken. Zu allererst denkt man dabei an die Steppdecken, die auch hier in der Eifel angefertigt wurden. Diese Decken oder Vorhänge hatten drei Teile: die Vorderseite, eine Füllung, und die Rückseite. Das Patchwork, das uns aus Amerika herübergekommen ist, wird auch so zusammengesetzt. Dabei ist der letzte Arbeitsgang das Quilten: die drei Teile werden mit kleinsten Stichen zusammengenäht.
Viele von diesen Techniken lernte Mieke Jenniges in Workshops im In- und Ausland schätzen und ausarbeiten. Jetzt, nach 25 Jahren, ist ein Rückblick angebracht, zusammen mit vielen Erinnerungen an schöne Arbeiten und an die Freundschaft, die sie mit ihren Quiltfreundinnen verbindet.
Kurze Erklärungen, vor allem über die verschiedenen Techniken der Ausarbeitung von etwa 60 Quilts, werden die Besucher durch die Ausstellung begleiten. Auf Anfrage können auch Führungen organisiert werden.

Die Ausstellung ist an Wochentagen von 13 bis 17 Uhr zugänglich; samstags ist sie von 14 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.
Im Eintrittspreis von 2,- Euro (Besucher unter 16 Jahren, Gruppen ab 6 Pers.: 1,50 Euro) ist auch der Besuch der ständigen Ausstellungen (Eisenbahn, Kirchengeschichte, …) enthalten.

Bilder der Ausstellungseröffnung

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Geschrieben am 10.07.2013

Dr. Marc Somerhausen – Engagierter Kämpfer für die Selbstbestimmung der Neubelgier in der Zwischenkriegszeit

Dr. Marc Somerhausen
Engagierter Kämpfer für die Selbstbestimmung der Neubelgier in der Zwischenkriegszeit

Vom 27. April bis zum 28. Juli und vom 1. Oktober bis zum 22. Dezember 2013 findet im ZVS-Museum eine Ausstellung zum Leben des Dr. Marc Somerhausen statt, eines engagierten Anwalts für die Selbstbestimmung der „Neubelgier“ in der Zwischenkriegszeit. Die von der „Kulturellen Aktion und Präsenz“ (KAP) organisierte Ausstellung war im November 2012 bereits im BRF-Funkhaus zu sehen.Engagierter Kämpfer für die Selbstbestimmung der Neubelgier in der Zwischenkriegszeit
Bei den Kammerwahlen vom 5. April 1925 wurde Somerhausen zum Abgeordneten im Bezirk Verviers gewählt. Ein Viertel der Stimmen erhielt er aus dem „neubelgischen Gebiet“, dessen Bewohner damals zum ersten Mal an belgischen Wahlen teilnehmen durften. Somerhausen hatte sich im Wahlkampf für das Selbstbestimmungsrecht und die Durchführung einer wirklich fairen Volksabstimmung über die Staatszugehörigkeit des Gebietes eingesetzt.
Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 stand für die allermeisten demokratisch gesinnten Bewohner der neuen belgischen Gebiete fest, dass eine Rückkehr nach Deutschland nun nicht mehr möglich war. Somerhausen engagierte sich fortan für die Rechte der Deutschsprachigen im Belgischen Staatsverband, beispielsweise im Justizwesen und für eine breite Zweisprachigkeit im ganzen Gebiet.
Bei Kriegsausbruch im Jahre 1940 wurde Somerhausen, der sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatte, zur Luftabwehr eingezogen. Kurz darauf geriet er in deutsche Gefangenschaft und erlangte erst nach 1945 die Freiheit.
Nach seiner Rückkehr im Jahre 1945 leistete Somerhausen zeitweilig Dienst bei der Militärmission in Berlin.
Nach den Wahlen von 1946 zog er nochmals, jetzt als Abgeordneter des Wahlbezirks Brüssel, in die Kammer ein. Dieses Amt bekleidete er für ein Jahr, da er 1947 zum Mitglied des neu eingerichteten Staatsrats ernannt wurde.
Von 1954 bis zur Emeritierung 1969 war Somerhausen als Professor für Verwaltungsrecht an der Freien Universität Brüssel tätig. 1966 wurde er zum ersten Präsidenten des Staatsrates ernannt.
Marc Somerhausen verstarb am 14. März 1992 im Alter von 93 Jahren in seinem Wohnhaus in Ixelles.

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Geschrieben am 24.04.2013

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Kriegserfahrungen 1914 – 1944 – 2014

Unsere Heimatstadt St. Vith, die in Urkunden der Abtei Stavelot-Malmedy aus dem Jahre 1130/31 erstmals neben anderen Ortschaften als Kirchenstandort erwähnt wurde, kann auf eine lange wechselvolle Geschichte zurückblicken. Es ist die Geschichte einer Grenzstadt, deren Schicksal von den jeweiligen politischen Ambitionen in Westeuropa abhängig war, und deren Machthaber über Krieg oder Frieden entschieden. Dabei haben die Bewohner immer wieder nach Zeiten der Verwüstung und Zerstörung die Kraft zu neuen Anfängen und zum Wiederaufbau gefunden. Auf Grund ihrer bitteren Erfahrungen und dem mehrfach aufgezwungenem Wechsel der Nationalität in den vergangenen Jahrhunderten bringen sie allen Neuerungen und auch der Politik eine gesunde Portion Misstrauen entgegen.

Veranstaltungen:

Weiterführende Links:

 

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Geschrieben am 10.03.2013

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Die Kirche in der Eifel – Geschichte, Kultus, Kunst

Die Dauerausstellung bietet dem Besucher neben vielen geschichtlichen Infos in drei Sprachen (auf Tafeln oder per Touchscreen), bekannte und unbekannte Sakralgegenstände sowie eine kirchlichen Räumen nachempfundene Atmosphäre.
Die Ausstellung ist zu folgenden Öffnungszeiten zugänglich: werktags von 13 – 17 Uhr, freitags nur bis 16 Uhr, samstags: 14-16 Uhr, sonntags: 14-17 Uhr). Führungen für Schulen können auf Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten durchgeführt werden.

Bilder der Eröffnung der Dauerausstellung “Die Kirche in der Eifel – Geschichte, Kultus, Kunst” (6. Juli 2012)

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Geschrieben am 05.07.2012

Kriegerische Zeiten – Momentaufnahmen aus der belgischen Eifel: die Jahre 1938-1945

Die Ausstellung zeigt anhand von Textdokumenten und Fotoaufnahmen, wie spannungsgeladen und gewalttätig die Zeit von 1938 bis 1945 mit ihren vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Verunsicherungen, Bevormundungen und Zerstörungen erlebt wurde.

Die Ausstellung ist vom 1.6. bis 30.11.2012 im Heimatmuseum zu sehen (Öffnungszeiten: werktags von 13 – 17 Uhr, freitags nur bis 16 Uhr, samstags: 14-16 Uhr, sonntags: 14-17 Uhr). Führungen für Schulen können auf Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten durchgeführt werden. Lehrpersonen aus dem Primar- und Sekundarschulwesen haben hierzu Unterrichtsvorlagen erarbeitet, die auf Anfrage beim Geschichtsverein bestellt werden können.

Mehr über den 2. Weltkrieg hier

Bestellung der Unterrichtsmaterialien über unseren Büchermarkt

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Geschrieben am 06.06.2012

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Auswanderung gestern – Migration heute

Im 19. Jahrhundert wanderten ca. 1500-2000 Personen aus der Eifel nach Amerika aus, weil ihre Heimat nicht mehr die Grundlagen bot, die ihnen ein hinreichendes Auskommen gewährleistet hätte.

In einer Ausstellung des Geschichtsvereins „ZVS“, die im Rahmen der Themenwoche „Migration, Flucht und Vertreibung“ gezeigt wird, werden Hintergründe der Auswanderungswelle, Einzelschicksale und Lebensbedingungen im fremden Land veranschaulicht.

Parallel zu dieser Ausstellung werden die Veranstalter der Themenwoche (Amnesty International, FIAN und „Miteinander teilen“) eine Ausstellung zum Thema „Die belgischen Emigranten von gestern… ein Spiegel für die heutige Situation“ zeigen, wobei aufgezeigt wird, dass sich Auswandererziele zwar verändert haben, die Motive aber mit denen unserer Vorfahren vergleichbar sind. Die beiden Ausstellungen sind bei freiem Eintritt vom 15. bis 25. November 2011 im „Triangel“ St.Vith zu sehen.
Die Vernissage der Ausstellungen, zu der jedermann eingeladen ist, findet statt am 18.11. um 20 Uhr („Abend der Menschenrechte“).

Im Rahmen der Ausstellung findet am 21. November um 20 Uhr im Triangel (Konferenzraum 1) ein Vortrag von ZVS-Präsident K.D. Klauser statt zum Thema „Eifeler Auswanderungen im 19. Jahrhundert – Asylbewerber in der Eifel im 20. Jahrhundert: Wiederholt sich die Geschichte?“ Auch hierzu wird kein Eintritt erhoben.

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Geschrieben am 27.10.2011

„Zangenfest“ – Ausstellung im ZVS-Heimatmuseum

Zangen feiern ein Fest – Zangen halten und kneifen fest. Zwischen spielerisch künstlerischer Darstellung und reiner Funktionalität bewegt sich die vom Medeller Objekt-Künstler Norbert Huppertz im ZVS-Heimatmuseum St.Vith ausgestellte Zangensammlung, die hier vom 22. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012 zu sehen ist. (mehr …)

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Geschrieben am 11.10.2011

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