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Mai
3
Do
Die Zwischenkriegszeit in Eupen-Malmedy. Film- und Diskussionsabend
Mai 3 um 20:00 – 22:15

Im Rahmen der „Aktionstage Politische Bildung“ veranstalten die Lupe und der Kgl. Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ am Donnerstag, 3. Mai 2018, um 20 Uhr im Saal „Wisonbrona“, Wiesenbach, einen Film- und Diskussionsabend über die Zeit 1925-40 in Eupen, Malmedy und St.Vith (83 Min.).

Im März 1925 beschließt das belgische Parlament die Eingliederung der Kantone Eupen, Malmedy und St.Vith in das belgische Staatsgefüge. Bei den Wahlen von 1925 kann der Sozialist M. Somerhausen ins Parlament einziehen. Eine große Enttäuschung müssen aber die Wähler der Katholischen Partei hinnehmen: Ihr Kandidat Dr. Jenniges verpasst trotz vieler Vorzugsstimmen den Einzug ins Parlament. Seine Nichtwahl trägt u.a. dazu bei, dass der Revisionsgedanke in Eupen-Malmedy wieder neuen Auftrieb erhält. Rückgabebefürworter und -gegner stehen sich jetzt in zwei oft unversöhnlichen Meinungslagern gegenüber. Die als „bodenständige Regionalpartei“ gegründete CVP vertritt die Verbundenheit zum deutschen Heimatland. Als Gegenpol zu den mehrheitlich pro-deutsch eingestellten Printmedien wird 1927 das Grenzecho gegründet.

Mit der Machtübernahme der Nazis in Deutschland radikalisiert sich der Revisionismus in den drei neubelgischen Kantonen, und die politischen Fronten verschieben sich. Im Jahre 1936 löst sich die CVP auf, und an ihre Stelle tritt die „Heimattreue Front“, eine Partei, deren Leiter zunehmend in den Strudel des Nationalsozialismus gerät. Belgien wehrt sich mit einem Ausbürgerungsgesetz gegen die staatszersetzenden Umtriebe. In Deutschland stehen derweil die Zeichen auf Krieg…

Anmeldung so rasch wie möglich bei der Lupe (Tel. 087/55.27.19) oder im ZVS-Museum (Tel. 080/22.92.09, werktags von 13-17 Uhr. Unkostenbeitrag: 5,- €.

Mai
23
Mi
Vortrags- und Diskussionsabend: Der Dreißigjährige Krieg
Mai 23 um 19:30 – 22:00

Am 23. Mai 2018 jährt sich zum 400. Mal der Prager Fenstersturz (Bild), ein Ereignis, dass in den böhmisch-pfälzischen Krieg mündte und so zum Auslöser des Dreißigjährigen Krieges wurde.
Aus diesem Anlass wollen wir die Gelegenheit nutzen und zu einem Vortragsabend einladen, in dessen Mittelpunkt einerseits neue Erkenntnisse, Einschätzungen und Hypothesen zum Geschehen stehen, die aus neuen Studien (Peter H. Wilson, Herfried Münkler) hervorgehen und andererseits den Blick auf die einfache Bevölkerung und deren Erlebnissen richten, wie sie in dem Tagebuch eines Söldners dieses Krieges beschrieben sind. Eine regionale Verflechtung mit dem Land zwischen Venn und Schneifel liegt hier auf der Hand. Zum Abschluss werfen wir einen Blick über den Tellerrand mit der Frage, inwieweit der Westfälische Friede als Lösungsbeispiel für den heutigen Konflikt im Nahen Osten angesehen werden kann. Der niederländische Freiheitskampf, der den Dreißigjährigen Krieg quasi umrahmt, wird dabei auch eine Rolle spielen.
Die Darstellungsvielfalt in Form von multimedialen Präsentationen verspricht einen kurzweiligen Abend mit den Referenten Dr. Jens Giesdorf, Gary Jost und Luca Haas. Eintritt frei.
Datum: 23. Mai, 19.30 Uhr
Ort: Hotel „Wisonbrona“, Wiesenbach

 

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